www.schmerz.deWissenswertes über Schmerz
Medikamente
In der heutigen Arbeitswelt muss jeder so gut wie möglich funktionieren. So ist es auch kein Wunder, dass Schmerzen als störend empfunden werden und so schnell wie möglich wieder verschwinden sollen.
In der Schmerztherapie haben sich verschiedene Medikamente bewährt, aber auch die Akupunktur und die Nervenstimulation sowie Körper- und Psychotherapien können Schmerzen lindern helfen.
Vor allem bei Kopfschmerzen greifen viele allzu schnell
zu Schmerzmitteln, die sie von einem Kollegen oder rezeptfrei
in der Apotheke erhalten. Es ist jedoch nicht ganz ungefährlich,
sich selbst über längere Zeit mit rezeptfreien Medikamenten
zu behandeln. Wenn Sie gegen Ihre Kopfschmerzen

Verschiedene Medikamente in der Schmerztherapie
Wenn Sie häufiger unter Schmerzen leiden, sollten Sie sich von einem Arzt untersuchen und behandeln lassen.
In der Schmerztherapie haben sich verschiedene Medikamente bewährt. Man unterscheidet vier Gruppen (s. a. Medikament/Beschwerden):
Schmerzmittel (Analgetika)
Zu den gängigen Schmerzmitteln
(Analgetika) gehören die "peripheren" und
die "zentral wirkenden" Substanzen.
- Peripher wirkende oder nichtopioide Schmerzmittel hemmen die Produktion von Prostaglandinen. Wenn diese körpereigenen Botenstoffe nicht mehr gebildet werden, können sie an den Schadensfühlern der Nerven die Empfindung "Schmerz" nicht mehr auslösen.
- Zentral wirkende oder opioide Schmerzmittel setzen direkt am zentralen Nervensystem an und hemmen die Wahrnehmung der Schmerzen im Gehirn und Rückenmark. Die Opiate blockieren gezielt die Schaltstellen der Nervenzellen und verhindern so, dass die Schmerzbotschaft weitergeleitet werden kann.
Psychopharmaka
Von den Psychopharmaka
sind nur solche Medikamente sinnvoll, die normalerweise gegen
Depressionen eingesetzt werden. Sie setzen an den Schaltstellen
des Rückenmarks an, die bei vielen chronischen Schmerzen
verändert sind. Da sie als alleinige Medikamente aber
meist nicht ausreichen, werden sie häufig mit anderen
Medikamenten kombiniert.
Antiepileptika
Antiepileptika
verhindern, dass es zu sehr starken elektrischen Entladungen
in den Nervenbahnen kommt.
Kortison
Kortison hemmt
die Bildung von Stoffen, die Entzündungen und Schmerzen
auslösen, und trägt dazu bei, dass eingeklemmte
Nerven abschwellen.
Kann sich der Körper an Medikamente gewöhnen?
Grundsätzlich gilt, dass nichtopioide Schmerzmittel wie
Rheumamittel zu den harmloseren Medikamenten zählen.
Sie können aber einige Nebenwirkungen an Magen und Darm
hervorrufen,
Opioide Schmerzmittel sind hinsichtlich Organschäden
harmloser, der Körper kann sich jedoch an einige Wirkstoffe
gewöhnen, was möglicherweise eine körperliche
Abhängigkeit zur Folge hat. Das Risiko kann man
Einnahme nach einem festen Zeitplan
Bei heftigen Schmerzen müssen häufig starke opioide Schmerzmittel eingesetzt werden. Da diese Medikamente jedoch eine körperliche Abhängigkeit verursachen können, bevorzugt man stattdessen Opioide mit Langzeitwirkung.
Wenn Sie diese sogenannten "retardierten" Medikamente oder Retardpräparate einnehmen, müssen Sie sich an einen festen Einnahmeplan halten. Welchen Rhythmus Sie einhalten müssen, erfahren Sie von Ihrem Arzt.
Es gibt Medikamente, von denen Sie die verordnete Dosis jeweils um 8 und um 20 Uhr einnehmen müssen. So führen Sie Ihrem Körper die Wirkstoffe regelmäßig zu. Sie können besser durchschlafen und wachen morgens erholt und ausgeruht auf. Der Schmerz wird gewissermaßen "vorbeugend" bekämpft - und nicht erst dann, wenn er auftritt.
| Versuchen Sie, den Zeitplan einzuhalten. Wenn Sie die Medikamente regelmäßig zu sich nehmen, hält die Wirkung ununterbrochen an. Sie haben keine Schmerzen (farbige Zone in der Zeichnung). |
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| Probleme können auftreten, wenn... | |
| ...Sie die Medikamente zu früh
einnehmen. Dann erhöht sich die Dosis kurzzeitig, es kann zu Nebenwirkungen kommen (Bereich über farbiger Zone). |
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| ...Sie die Medikamente zu spät
einnehmen. Dann können chronische Schmerzen wieder auftreten, weil die Konzentration der Wirksubstanzen zu gering ist (Bereich unter farbiger Zone). |
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Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie trotz der eingenommenen
Medikamente Schmerzen haben!
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