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Arthrose: Degenerative Gelenkerkrankungen

Degenerative Gelenkerkrankungen werden auch als "Abnutzungserscheinungen an den Gelenken" oder "Arthrose" bezeichnet. Bei gleichzeitig vorliegender Entzündung spricht man von einer "aktivierten Arthrose".

Mit zunehmendem Alter sinkt das Molekulargewicht der Hyaluronsäure-Moleküle, das die Elastizität der Gelenkschmiere und des Knorpels maßgeblich beeinflusst. Gleichzeitig sinkt der Wassergehalt, und die Gelenke werden nicht mehr so gut vor mechanischer Überlastung geschützt. Die ehemals spiegelglatte Oberfläche des Knorpels wird rauh. Wenn der nicht mehr ganz glatte Knorpel an seinem Gegenspieler auf der anderen Seite des Gelenks reibt, können sich kleine Knorpelpartikel loslösen. So werden die Knorpel direkt geschädigt - im Extremfall bis zum
vollständigen Abbau der Knorpelschicht. Dann reiben die beiden Knochenenden bei Bewegung direkt aufeinander.

Bild: Abnutzungserscheinungen an den Gelenken
- Arthrose -

Gelenkentzündung – Folge von Gelenkschäden
Zusätzlich zur direkten Gelenkschädigung können die abgeschilferten, zunächst nur mikroskopisch kleinen Knorpelteilchen eine Entzündung bewirken: Die Gelenkkapsel reagiert mit der Freisetzung bestimmter Entzündungszellen und -moleküle.

Diese wiederum haben folgende Wirkung:

  • stärkere Durchblutung des Gelenks
  • erhöhte Produktion von Gelenkflüssigkeit
  • Reizung von schmerzempfindlichen Nervenfasern in der inneren Gelenkkapsel.

Das Hauptsymptom ist der Schmerz
Degenerative Gelenkerkrankungen machen sich zunächst mit einem Ziehen im Gelenk oder morgendlicher Steifigkeit des betroffenen Gelenks bemerkbar. In frühen Stadien treten Schmerzen nur bei Belastung auf und lassen bei fortgeführter Bewegung, z. B. bei längerem Gehen, nach wenigen Minuten wieder nach.

Tritt eine Entzündung hinzu, zeigen sich die typischen Beschwerden der sogenannten aktivierten Arthrose: das Gelenk schmerzt, fühlt sich warm an und ist geschwollen. Die Beweglichkeit ist eingeschränkt. Oft klingt die Entzündung auch ohne Behandlung ab.

Dies erklärt den meist schubweisen Verlauf der Arthrose: Phasen stärkerer Schmerzen und Bewegungseinschränkung wechseln sich mit Phasen geringer Schmerzhaftigkeit und guter Beweglichkeit ab. Je weiter die Abnutzungserscheinungen fortschreiten, desto rascher folgt eine Schmerzphase auf die andere. Schließlich bleibt der Schmerz andauernd bestehen.

Risikofaktoren
Von den "normalen", altersbedingten Abnutzungsvorgängen sind besonders die großen, krafttragenden Gelenke wie Knie- und Hüftgelenk sowie die Wirbelsäule betroffen. Daneben spielen aber weitere Faktoren eine wesentliche Rolle dafür, ob und wann ein Mensch an einer Arthrose erkrankt. Neben einer gewissen erblichen Veranlagung sind es vor allem starke und unnatürliche Belastungen, die die Gelenke frühzeitig und nachhaltig schädigen können:

  • Bei X- oder O-Beinen bewirkt allein das Körpergewicht eine Gelenkschädigung, da es auf bestimmte Gelenkpartien stärker auftrifft. Diese werden dann stärker und früher abgenutzt.
  • Unterschiedlich lange Beine, starkes Übergewicht, nicht ganz glatt zusammengeheilte Knochenbrüche im Gelenkbereich, Bänderverletzungen, Entzündungen und Blutungen ins Gelenk begünstigen die Ausbildung einer Arthrose.
  • Ebenso fördern übertriebene und anhaltend schwere Belastungen im Sport oder durch körperliche Arbeit die frühzeitige Entstehung von Abbauprozessen am Gelenk.

Die Kniegelenksarthrose
Mit Abstand am häufigsten sind die Kniegelenke von einer Arthrose betroffen. Dies ist nicht verwunderlich, da sie beim Stehen, Laufen und vielen anderen Bewegungen die größte Last tragen müssen. Die ersten Krankheitszeichen treten oft schon im Alter von 50 Jahren auf.

Die Kniegelenksarthrose äußert sich zunächst mit eher uncharakteristischen Beschwerden, z. B. Wetterfühligkeit. Später kommt es zu Schmerzen am Morgen nach dem Aufstehen und am Beginn einer Belastung. Vor allem beim Bergabgehen tun die Kniegelenke weh.

Im weiteren Verlauf nehmen die Beschwerden zu: Es kommt zu Flüssigkeitsansammlungen im Kniegelenk (Erguss), die Schmerzen bleiben auch in Ruhe und sogar nachts bestehen. Die Beweglichkeit nimmt ab mit der Folge, dass auch die Oberschenkelmuskulatur immer schwächer wird. Schließlich kann das Knie kaum mehr bewegt werden.


Knorpelschäden sind bei einer Kniegelenks-spiegelung deutlich zu erkennen (Bildmitte).

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