www.schmerz.deArthrose: Degenerative Gelenkerkrankungen
Aufbau und Funktion der Gelenke
Unsere Beweglichkeit beruht auf dem Zusammenspiel der Gelenke und der zugehörigen Muskulatur. Die Form und der Aufbau der einzelnen Gelenke sind zwar je nach Aufgabe und mechanischer Belastung unterschiedlich, grundsätzlich umfasst ein Gelenk aber folgende Strukturen:- den Gelenkkörper, d. h. die Knochenenden, die über das Gelenk beweglich miteinander verbunden sind
- den Gelenkknorpel, der die Knochenenden überzieht
- die Gelenkschmiere, die sich im Spalt zwischen den Knochenenden und um diese herum befindet
- die bindegewebige Gelenkkapsel, die die genannten Strukturen umgibt

Der Gelenkknorpel
Der Gelenkknorpel hat eine glatte Oberfläche, die bei Bewegung als Gleitfläche dient.- Das Knorpelgewebe besteht aus wenigen Knorpelzellen und der von ihnen gebildeten Grundsubstanz. In die Grundsubstanz sind bindegewebige Fasern eingebettet. Die Grundsubstanz bindet Wasser, das dem Knorpel seine typische, zäh-elastische Konsistenz verleiht.
- Bei Druck von oben -
z. B. im Kniegelenk beim Gehen - werden die Bindegewebsfasern zusammengedrückt und die Flüssigkeit weicht nach den Seiten aus.
Lässt der Druck nach, sorgen die elastischen Fasern dafür, dass der Knorpel rasch wieder seine ursprüngliche Form annimmt und die Flüssigkeit zurückströmt. So wird die auf die Gelenke bei Belastung einwirkende Kraft gedämpft.

Die Gelenkschmiere
Die Gelenkschmiere (Synovia) ist eine gelartige, zäh-elastische Flüssigkeit,
die den Gelenkspalt zwischen den beiden knorpelbedeckten Knochenenden ausfüllt.
Sie verhindert, dass die Knorpelflächen bei Belastung zu stark aneinander
reiben und hat damit eine schmierende und stoßdämpfende Wirkung.
Eine weitere Aufgabe der Gelenkschmiere ist die Ernährung des Knorpels.
Bei Belastung des Gelenks werden Nährstoffe mit der Gelenkflüssigkeit
in den Knorpel gepresst. Bei Entlastung fließt die Flüssigkeit wieder
zurück in den Gelenkspalt und transportiert so Schlackenstoffe aus dem
Knorpel ab.
Die Gelenkschmiere (Synovia) wird von Zellen gebildet, die in der Innenschicht
der Gelenkkapsel liegen (Synovialis).
Die Gelenkkapsel
Die Gelenkkapsel umhüllt das Gelenk und bildet zusammen mit Bändern, Sehnen und Muskeln seine schützende Außenhülle. In der Gelenkkapsel verlaufen außerdem Blutgefäße, die die Gelenkschmiere mit Nährstoffen versorgen. Anfallende Schlackenstoffe werden aus der Gelenkschmiere über die Blutgefäße der Gelenkkapsel in den großen Blutkreislauf abtransportiert.
Hyaluronsäure – unverzichtbar für die reibungslose Gelenkfunktion
Hyaluronsäure ist eine körpereigene Substanz, die in verschiedenen Geweben vorkommt. Die in den Gelenken vorkommende Hyaluronsäure wird von den Zellen der inneren Gelenkkapsel gebildet und in die Gelenkschmiere abgegeben. Für den normalen und schmerzfreien Bewegungsablauf in den Gelenken spielt sie eine zentrale Rolle:
- Hyaluronsäure verleiht der Gelenkschmiere die zäh-elastische Konsistenz und ist damit für ihre stoßdämpfende und schmierende Funktion verantwortlich.
- Hyaluronsäure bildet im Knorpelgewebe zusammen mit anderen Substanzen große, wasserspeichernde Riesenmoleküle. Diese erhöhen die stoßdämpfende Qualität des Knorpels.
- Hyaluronsäure-Moleküle bedecken als oberste Schutzschicht die Knorpeloberfläche.





